Mittellage – der Kern deiner Tür
Die Mittellage, auch Türblattkern genannt, ist das, was zwischen den beiden Deckplatten einer Tür steckt. Von außen siehst du davon nichts, aber sie entscheidet über fast alles, was du im Alltag merkst: wie stabil die Tür ist, wie schwer sie sich anfühlt, wie viel Schall sie schluckt und ob sie über die Jahre gerade bleibt.
Wie eine Tür aufgebaut ist
Eine Innentür besteht aus einem umlaufenden Holzrahmen, zwei Deckplatten aus HDF oder MDF und der Einlage dazwischen. Die Deckplatten geben die Oberfläche, der Rahmen die Form – aber erst die Einlage bestimmt, ob das Ganze verwindungssteif bleibt.
Wabeneinlage
Wabeneinlage: leicht und günstig, aber wenig stabil.
Die günstigste Variante. Ein wabenförmig gefaltetes Gitter aus Spezialpappe füllt den Hohlraum. Das ist leicht und billig, aber die Stabilität ist gering: Die Tür klingt hohl, dämmt kaum Schall und nimmt Stöße schlecht auf.
Wir führen keine Türen mit Wabeneinlage. Für den Preisunterschied bekommst du bei uns eine Röhrenspaneinlage, und die hält deutlich länger.
Röhrenspanstreifen
Hier liegen einzelne Streifen aus Röhrenspanplatte im Türblatt, mit Zwischenräumen. Stabiler als eine Wabe und eine solide Lösung für Türen, die regelmäßig benutzt werden – aber noch nicht durchgehend gefüllt.
Röhrenspaneinlage
Röhrenspaneinlage: unsere Standardlösung für den Wohnbereich.
Unsere Standardlösung. Die Platte ist durchgehend, mit senkrechten Röhren im Inneren. Das ergibt eine gute Kombination aus Stabilität, Schalldämmung und noch moderatem Gewicht – die Tür fühlt sich massiv an, ohne dass Bänder und Zarge übermäßig belastet werden.
Für den normalen Wohnbereich ist das in aller Regel die richtige Wahl. Unsere Röhrenspantüren lassen sich außerdem um bis zu 50 mm kürzen, wenn der Boden höher ausfällt als geplant.
Vollspaneinlage
Vollspaneinlage: massiv, schwer, bester Schallschutz.
Durchgehend massiv verpresst, ohne Hohlräume. Maximale Stabilität und der beste Schallschutz, dafür deutlich schwerer. Sinnvoll bei Wohnungseingangstüren, bei Türen zu Räumen, in denen es laut wird, und überall dort, wo täglich viele Menschen durchgehen.
Das höhere Gewicht ist kein Nachteil, muss aber mitgeplant werden: Bei schweren Türblättern brauchst du gegebenenfalls ein drittes Band.
Die Varianten im Vergleich
| Einlage | Stabilität | Schalldämmung | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Wabe | gering | gering | sehr leicht |
| Röhrenspanstreifen | mittel | mittel | leicht |
| Röhrenspaneinlage | gut | gut | mittel |
| Vollspan | sehr gut | sehr gut | schwer |
Mittellage und Schallschutz
Eine schwere Einlage dämmt besser, das ist Physik. Aber Vollspan allein macht noch keine Schallschutztür. Geprüfte Schallschutztüren brauchen zusätzlich eine passende Zarge, umlaufende Dichtungen und meist eine absenkbare Bodendichtung. Wenn du eine echte Schallschutzklasse brauchst, reicht es nicht, einfach die schwerere Tür zu nehmen.
Das heißt für deine Bestellung
Für Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer ist die Röhrenspaneinlage der Standard und meist völlig ausreichend. Vollspan lohnt sich, wenn dir Ruhe wichtig ist oder die Tür stark beansprucht wird – Wohnungseingang, Büro, Arbeitszimmer, Musikzimmer.
Achte bei Vollspantüren auf die Bandanzahl und darauf, dass die Zarge zum Gewicht passt. Bei Fragen zur Einbausituation ruf uns an, bevor du bestellst.